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Wertimagination und Traumarbeit


Wertimagination:

Die Wertimagination ist eine sehr wirkungsvolle Methode, die immer in Verbindung mit dem konkreten Leben steht.
Sie führt am Denken vorbei in die eigene Tiefe des Unbewussten und berührt insbesondere die Gefühle.
Die Sprache ist in der Menschheitsentwicklung erst sehr spät entstanden.
Eigentlich leben wir aus inneren Bildern heraus, die in Verbindung mit den Gefühlen stehen und die auch
in den Träumen in Erscheinung treten. Sprache und damit Gedanken dienen zunächst einmal dazu,
die Bilder zu beschreiben, sodass wir sie uns gegenseitig mitteilen (kommunizieren) können.

Sprache, Gedanken, Intellekt haben sich im Laufe der Menschheitsgeschichte soweit und differenziert entwickelt,
dass sie eine eigenständige Instanz zu sein scheinen. Dabei ist uns nicht mehr bewusst, wie aktiv nach wie vor
die Bilder in uns sind. Wenn wir unsere Erinnerungen an Vergangenes betrachten, wird eher deutlich, wie sehr
Bilder uns lenken: Erinnern wir uns, sehen wir zunächst in uns Szenen von damals, denen gleich unmittelbar
Gefühle folgen.

Diese Gegebenheit der inneren menschlichen Struktur ist die Quelle der Imagination. Beim Imaginieren werden
Bilder nicht „geholt“, indem wir sie uns einbilden, vorstellen (visualisieren), sondern wir bilden sie „aus“,
lassen sie in uns aufsteigen, weil sie immer schon in uns sind. Sie sind kein unterhaltsames Spiel sondern
Tatsache und Wirklichkeit.
Auf diese Weise können wir sehr viel mehr über uns erfahren als wir ahnen, in hilfreicher und unterstützender
Weise ähnlich den Schamanischen Reisen.
Es sind bewusste Wanderungen
in die tieferen seelischen Ebenen, zu den Quellen der Gefühls- und Wertkräfte.
Hier liegen unsere Potenziale, die wir noch nicht kennen oder vergessen haben. Hier liegen oftmals schon
die Antworten bezüglich unserer Probleme bereit. Mit der Imaginationsarbeit werden sie ins Bewusstsein
gehoben.
Das Gespräch bleibt oftmals auf der Ebene der Gedanken hängen. Die Gefühle bleiben unerreicht.
Mit dem Verstehen alleine ist es nicht getan. Nur wenn Erkenntnisse auch gefühlt werden können, sind
nachhaltige Veränderungen möglich.
:: In Ergänzung zum Gespräch dient die Imagination dazu, verstehen und fühlen zusammenzubringen.

Ablauf:
Nach einer kurzen Entspannungsübung taucht der Klient in die Welt innerer bewegter Bilder ein und erzählt,
was er dort - einem Film gleich - erlebt.
Der Therapeut oder Mentor führt ihn im Dialog auf diesem Weg zu einem vorher vereinbarten Ziel,
z.B. zum Ort des Mutes, z. Ort der Gelassenheit, des Vertrauens, des Verzeihens,
der Geduld, zum Ort der eigenen Stärke, zum Inneren Kind, zur weiblichen/männlichen Seite in mir,
zum Ort der Entscheidung, zu den noch untentdeckten Potenzialen, etc.
Es können alle denkbaren Ziele verabredet werden. Imaginationen helfen auch dabei, in schwierigen
Entscheidungssituationen zu einem Ergebnis zu kommen.
Ein anderer Bereich, in dem Imaginationen hilfreich eingesetzt werden können, ist die Versöhnung mit und
die Aufarbeitung von seelischen Verletzungen aus der früheren oder jüngeren Vergangenheit.
:: Die Imagination aktiviert seelische Energien und Selbstheilungskräfte und drückt sie in symbolischen Bildern aus.

Wie bei der Traumarbeit hilft der Therapeut die Symbole zu entschlüsseln und deren Aussagen zusammen mit
dem Klienten in dessen Lebenssituation umzusetzen.
Die Bilder und die damit neu erfahrenen Gefühlskräfte wirken auf der unbewussten Ebene noch lange Zeit energetisch
weiter. Durch diese Langzeitwirkung wird der erwünschte Änderungsprozess kraftvoll unterstützt.
:: Während der Imagination befindet sich der Klient nicht in Hypnose.

Traumarbeit:

In Träumen werden nicht nur die Tagesereignisse aufgearbeitet. Sie geben uns Aufschluss über die Befindlichkeit
unserer Seele und manchmal auch des Körpers. Sie kommen oft aus sehr tiefen Schichten unseres
Unterbewusstseins. Die Sprache der Träume ist wie bei den Imaginationen die der Symbole.
Wie jede andere Sprache kann auch diese erlernt werden. Das Beachten der Träume kann in vielerlei Weise
wichtige Hinweise für die weitere Lebensführung geben und damit das Leben erleichtern.